| Richtig
Lüften
Richtiges
Lüftungs- und Heizverhalten
Der Wohnungsnutzer kann durch sein Verhalten dazu beitragen, dass
Schimmelpilze
in der Wohnung keine günstigen Wachstumsbedingungen finden. Durch
richtiges
Lüften und Heizen kann die Feuchtigkeit im Gebäude begrenzt
werden. Die relative
Feuchte der Luft im Gebäude sollte dauerhaft 65–70 % (direkt
über Materialien
< 80 %) nicht überschreiten.
Richtiges
Lüften
Zur Verringerung
der Feuchte im Raum sollte mehrmals täglich eine kurze Stoßlüftung
(5-10 min. ein oder mehrere Fenster weit öffnen) durchgeführt
werden. Querlüftung
ist dabei besonders effektiv. In Einzelfällen, wenn z.B. wegen
Abwesenheit der Raumnutzer
keine Stoßlüftung möglich ist, kann auch eine Spaltlüftung
(geeignete Spaltmaße
vorausgesetzt) sinnvoll sein.
Bei neu erstelltem oder saniertem Wohnraum ist aufgrund der damit
verbundenen
Baufeuchte über einen gewissen Zeitraum eine deutlich erhöhte
Lüftung erforderlich.
Bei Raumnutzungen mit hohem Feuchteanfall und guter Wärmedämmung
ist es
manchmal nicht möglich, durch zumutbares manuelles Lüften
die Luftfeuchtigkeit auf
das notwendige Maß zu reduzieren. In diesen Fällen kann
eine mechanische Be- und
Entlüftung Abhilfe schaffen.
Für die mechanische Be- und Entlüftung kommen vor allem
zwei Systeme in Betracht:
- Bedarfslüftung
mit Abluftventilatoren in Wohnbereichen mit großem Feuchteanfall,
also in Küchen und Sanitärräumen. Die Ventilatoren
werden zweckmäßigerweise
über Feuchtesensoren geschaltet.
- Zu-
und Abluftsysteme mit Wärmerückgewinnung.
Bei diesen Anlagen, die möglichst so betrieben werden sollten,
dass die Fenster während der Heizperiode
nicht geöffnet werden, sollte der Luftaustausch den anfallenden
Feuchtelasten angepasst werden und die Luft dort abgesaugt werden,
wo die Feuchtequellen konzentriert sind. Neuerdings werden in größeren
Anlagen zur Versorgung ganzer Gebäude zuluftseitig auch Erdwärmetauscher
verwendet. Sie können
im Frühjahr/Sommer zu einem
TIPPS
für richtiges Lüften
Zur Verringerung
der Feuchte im Raum sollte vorzugsweise mehrmals täglich eine
kurze Stoßlüftung (5–10 min. bei weit geöffnetem Fenster)
erfolgen.
BAD
Im Bad
sollte, insbesondere bei Räumen mit ungenügender Lüftungsmöglichkeit,
nach
dem Duschen das Wasser von Wänden und Boden entfernt werden.
Es braucht dann
nicht mehr durch Lüftung abgeführt zu werden. Nach dem Duschen
sollte man die
Fenster im Bad (soweit vorhanden) kurzzeitig weit öffnen.
Da nasse Handtücher und Wände im Badezimmer – trotz kurzzeitigen
Lüftens – noch
viel Wasser enthalten können und sich damit längerfristig
eine zu hohe relative Feuchte
im Raum einstellt, kann es hilfreich sein, die Türen zu anderen
beheizten Räumen
nach dem Lüften offen zu halten. Bei kleinen fensterlosen Räumen
empfiehlt sich
außerdem die Installation einer möglichst über Feuchtesensoren
gesteuerten, mechanischen
Belüftung.
KÜCHE
In der
Küche kann durch einen Dunstabzug mit Abführung der Abluft
ins Freie viel
Feuchtigkeit aus dem Raum entfernt werden. Ein solcher Abzug ist überdies
unter dem
Gesichtspunkt der Abführung von Kochdünsten und – beim Kochen
mit Gas – von Verbrennungsgasen
sinnvoll.
Dunstabzugshauben mit Umluftführung sind zur Verringerung der
Luftfeuchtigkeit in
der Küche nicht geeignet.
KÜHLE RÄUME
Weniger beheizte Räume (z.B. Schlafzimmer) sollten nicht mittels
warmer Luft aus anderen
Räumen (am Abend) aufgewärmt werden. Im kälteren Raum
kann es sonst an
Wänden oder Fensterscheiben zu Tauwasserbildung kommen.
Bei Nutzung des – wenig beheizten – Schlafzimmers sollte durch gute
Lüftung für die
Abfuhr von Feuchtigkeit (jeder Schlafende gibt Wasserdampf ab) gesorgt
werden, da es
sonst zu Tauwasserbildung kommen kann.
In Räumen,
die längere Zeit nicht benutzt und beheizt wurden, sollte bei
erneutem Gebrauch
vorher vermehrt gelüftet werden.
ABWESENHEIT
Können wegen Abwesenheit der Bewohner die Fenster einer Wohnung
nicht mehrmals
täglich geöffnet werden, sollten wenigstens die Innentüren
offen gehalten werden,
damit noch vorhandene Feuchte aus den feuchteren Bereichen (z.B. Küche,
Bad)
gleichmäßig über alle Räume verteilt wird.
©
2007 Bautenschutz Schrewe, Elpestr. 3a, 59909 Bestwig, Fon: 02904/70733,
Fax: 02904/70697
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